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Tag 3, Fahrt zur Wolfsschanze und zur Straußenfarm
Autor Leuchty Bewertung : 70%
Datum 04.06.2017
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Vote-Teilnehmer 3
Gesehen von 9176  0 Kommentare
Tag3
Tag 3 - Fahrt zur Wolfsschanze

Wir fuhren Richtung Ketrzyn, dann durch die Wallachei, bis man in den tiefen der polnischen Wälder auf die Wolfsschanze traf. Wer nun glaubt, das man auf einen verlassenen Ort trifft, irrt gewaltig. Unglaublich wie viele Menschen den Hauch geschichtlicher Athmosphäre aufsaugen. Ein mystischer Ort, an dem unter anderem die größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte geplant wurden.



Auf einem Gelände von 2,5 Quadratkilometern befand sich das größte Kriegsquartier Hitlers, das im Zusammenhang mit der geplanten Invasion Deutschlands auf die Sowjetunion errichtet worden war. Von Herbst 1940 - November 1944 werkelten fast 40.000 Arbeiter an der Wolfsschanze, die immer weiter aus- und umgebaut wurde. Am Ende bewohnten fast 2.000 Menschen das Quartier.



Die Wolfsschanze war eine Art kleines Städtchen im Wald. Es verfügte über 2 Flugplätze, einen Bahnhof, Offizierskasinos (Speiseräume), Teehäuser sowie Saunaräume. Die Bunker besaßen Zentralheizung, Beleuchtung, Badezimmer und Ihre Wände wurden im Inneren mit Holz verlegt. Es gab schwere und leichte Bunker. In den schweren fand man sich zum Schutz vor Bombenangriffen ein in den leichten Bunkern wurde tagsüber gearbeitet.
Obwohl die Allierten wussten wo sich die Wolfsschanze befand, wurde diese nie angegriffen.

Der Begriff "die Wolfsschanze" ist auf den in den 30er Jahren von Hitler angenommenen Parteidecknamen "Herr Wolf" zurück zu führen. Nach dem Hitler 1945 besiegt wurde, begann die Entminung des Gebietes ringsum die Wolfsschanze. 10 Jahre war man damit beschäftigt über 54.000 Minen aus dem Boden zu holen. Seit 1959 ist die Wolfsschanze auch für Besucher geöffnet.



Nach einer umfangreichen Besichtigung der Wolfsschanze stiegen wir wieder zurück in unsere Fahrzeuge und fuhren zur Straußenfarm.
Die Straußenfarm liegt in der Nähe der Ortschaft Bukwald (Gr. Buchwalde). Dort kann man nicht nur lebende Strauße sehen, sondern noch eine Vielzahl anderer Tierarten, wie z.B. Pferde, Ziegen, Lamas, Hühner, Truthähne und vieles mehr. Zu dem kann man vor Ort auch leckere Speisen aus Straußenfleisch probieren (Straußensteak, Straußenburger) sowie andere regionale Speisen.



Nach dem wir noch alle einen Straußenburger verdrückt hatten, ging es wieder zu unserer Unterkunft. Ein langer, aufregender Tag lag hinter uns.

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